30er Seefahrtkreuzer Maika

Segelriss 30er SFK
Segelriss 30er SFK
Rumpf
Rumpf
Maika in den 60er
Maika in den 60er
Otto Klabunde mit MAIKA in der Kieler Förde
Otto Klabunde mit MAIKA in der Kieler Förde
1999 Maika noch als Retíf in Berlin im Wannsee
1999 Maika noch als Retíf in Berlin im Wannsee
Beginn der Restaurierung August 2001
Beginn der Restaurierung August 2001
Jan. 2002 Maika endlich zu Hause! Es kann losgehen
Jan. 2002 Maika endlich zu Hause! Es kann losgehen
Die neuen Bodenwrangen
Die neuen Bodenwrangen
Spachteln u. immer wieder schleifen fürs Finish
Spachteln u. immer wieder schleifen fürs Finish
Die erste Primerschicht
Die erste Primerschicht
Das neue Deck ist vergossen
Das neue Deck ist vergossen
Schleifen, Schleifen !!
Schleifen, Schleifen !!
Maika auf der Boot 2005 Bald ist sie fertig
Maika auf der Boot 2005 Bald ist sie fertig
Die Feinarbeiten
Die Feinarbeiten
Ölen das sind schon die schönen arbeiten
Ölen das sind schon die schönen arbeiten
Langsam wirds Das neue Lärchendeck zeigt Wirkung
Langsam wirds Das neue Lärchendeck zeigt Wirkung
Inder neuen Halle! Das Schanzkleid wird fertig
Inder neuen Halle! Das Schanzkleid wird fertig
Maikas Salon
Maikas Salon
Lilli immer dabei!! Das neue Deck wird verlegt
Lilli immer dabei!! Das neue Deck wird verlegt
2004 auf dem Stand vom FKY in Düsseldorf
2004 auf dem Stand vom FKY in Düsseldorf

Die Daten

Liegeplatz: in Monheim in Restaurierung
Konstrukteur: Wustrau
Werft: Engelbrecht Berlin
Baujahr: 1928
Länge über alles 9,60 m
Konstruktionswasserlinie: 6,50 m
Breite: 2,25 m
Tiefgang:1,25 m
Verdrängung: 3,2 t
Segelfl. am Wind: 35qm
Takelung: Sloop 7/8tel
Baumaterial Rumpf: Mahagoni / Eiche

Die Anfänge

Das Boot wurde in der Bootsbörse
als 45er nationaler Kreuzer angeboten. Ich suchte ein Boot aus Holz u. mit Flair.
Es war Liebe auf den ersten Blick
Die Linien sprachen für sich u. ich entschloss mich zum Kauf.
Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht so richtig was ich da wirklich gekauft habe.
Ein Oldtimer halt!! Einfach schön
Ich segelte das Boot bis 2001 in den Berliner Gewässern.

Nach der 2. Saison entschloss ich mich das Boot zu restaurieren. Der Weg Köln-Berlin-Köln war aber für dieses Vorhaben zu weit. Zum Glück fand ich einen entsprechenden Platz in Hitdorf. Da brauche ich jetzt nur 5 Min. zu meinen Schiff das ist toll !!. Die Rétif wurde also von Berlin in ihre neue Heimat überführt. Mittlerweile war ich auf den FKY gestoßen. Mit der Motivation von Gleichgesinnten ging es ans Werk.
Erstmal alles demontieren mit der Ungewissheit was da noch kommt !

Es hat sich mittlerweile herausgestellt, dass es sich nicht um die Bummelant handelt sondern um die Maika. Wir haben nun diesen Namen behalten weil er mir besser gefällt.
Wir haben nun 3 Jahre grundlegend restauriert u. nähern uns dem Ende.
Maika hat teilweise neue Planken, Kielbolzen, Bodenwrangen u.ein neues Deck.
Die Websuite ist ein Anfang u. zeigt lange nicht alles was gemacht wurde.
Wenn mehr Zeit da ist werde ich da nochmal ran müssen. Maika wurde auf Wunsch der Messeleitung auf der diesjärhrigen BOOT in Düsseldorf nochmal auf dem Stand der DMW ausgestellt u. war gut besucht.
Das Schwesterschiff ist die Thetis. Sie steht auch im FKY Register.
Wir wollen versuchen dieses Jahr wieder ins Wasser zu kommen.

Mehr zur Geschichte u. zur Restaurierung folgt!!


Wunder gibt es!
Das Wunder auf der boot 2004 in Düsseldorf

Folgendes ist geschehen: Zwei Segler suchten seit Jahren nach Angaben zu einer Kielsegelyacht. Der Eine, Bernd Klabunde, suchte nach dem Verbleib des 1928 gebauten Bootes seiner Eltern. Diese MAIKA war von 1961 bis 1965 im Besitz seiner Eltern, die damals in Kiel wohnten. Verfolgt werden konnte die Geschichte nch bis 1968/69, als sich das Schiff nach der Überführung in Berlin befand, dann verlief sich die Spur, denn der letzte Käufer war ihm nicht bkannt – Der Andere, Wolfgang Weis, hatte ein vermeintlich 1936 gebautes Schiff in Berlin gekauft, dessen Historie er nur bis 1969 zurückverfolgen konnte, wo ein im Jahre 2000 verstorbener Berliner, Herr Mackensen, Eigner gewesen war.

Für den grossen Stand des FKY (Freundeskreis Klassische Yachten) in Halle 11 hatte sich Bernd Klabunde, der u.a. auch für die Holz-PIRATEN in Deutschland zuständig ist, eine Woche Urlaub genommen, um dort auch für alle anderen Holzboot-Begeisterten fachlich Rede und Antwort zu stehen. Wolfgang Weis hatte ebenfalls Urlaub genommen, seine Yacht auf den Stand verbacht, um dort sein Schiff weiter zu restaurieren und dabei die Fragen der vielen Wissbegierigen zu beantworten.

Als Bernd Klabunde am 17. Januar auf den Stand kam, glaubte er seinen Augen nicht zu trauen, denn dort stand ein Schiff, dessen Kajütaufbau sehr dem ähnelte, den sein Vater ab 1963 komplett so erneuert hatte. Andererseits sahen etliche Teile schon anders aus, aber was hat man als Jahrgang 1950 schon noch in der Erinnerung.

Als dann der Eigner, Wolfgang Weis kam, sprach er ihn wegen der Herkunft des Bootes und der Ähnlichkeit an. Bei der ersten gemeinsamen Besichtigung steigerte sich bei Bernd Klabunde der Verdacht, dass es sich um die MAIKA handeln könnte, während Wolfgang Weis eher skeptisch war, denn er hatte bei seinen eigenen Recherchen schon viele Sackgassen und somit Enttäuschungen erlebt.

Am nächsten Tag, 18 Januar, brachten beide ihre vorhandenen Fotos mit und die Sicherheit der Identität beider Boote stieg plötzlich auf 90 %. Schraubenlöcher wurden gezählt, Positionen von Beschlägen verglichen, weitere Informationen ausgetauscht usw.

Am Montag, den 19. Januar, wurde vom DSV per Fax der Messbrief von 1964 angefordert, die Quote stieg dadurch auf weit über 95 % und es wurde schon eine Flasche Sekt darauf geleert. Doch konnte es wirklich wahr sein? Als Unsicherheitsfaktoren waren schliesslich noch die Eignerverhältnisse Ende der 60er Jahre vorhanden und es gab viele ähnliche Bauten – auch mit solcher Kajüte.

Der Dienstag, der 20. Januar, brachte weitere und entscheidende Erkenntnisse: Fotos vom alten und jetzigen Baum zeigten die gleichen Maserungen. Bernd Klabunde rief in Berlin die Telefonnummer der ex-Ehefrau des letzten ihm bekannten Eigners an und fragte dort nach, ob der Käufer vielleicht ein Herr Mackensen gewesen sein könnte. Der dann erfolgte Rückruf bestätigte das letzte bisher unbekannte Verbindungsstück, denn bei der Nennung des Namens dieses Käufers erinnerte sich der ex-Ehemann plötzlich daran (was bei vorherigen Nachfragen nicht der Fall gewesen war.). Also dieses Boot ist nun wirklich die MAIKA – gefunden nach rund 35 Jahren!

Diese Geschichte ist nicht mehr als Zufall zu bezeichnen: dass zwei sich nicht kennende Mitglieder des FKY sich auf dem gleichen Stand im gleichen Jahr treffen und dafür Urlaub nehmen, beide seit langer Zeit nach der Geschichte eines Bootes forschen und dieses Schiff dann auch noch auf dem Stand selbst steht, das ist schon mehr, das ist ein Wunder!

Dieses Erlebnis soll auch all’ denjenigen Mut machen, die ebenfalls nach der Historie ihres Schiffes suchen. Wir können nur raten: nicht nachlassen!

CHRONIK der MAIKA

ex-HUMOR, ex-MAIKA, ex-CHRISTIANA, ex-RÉTIF

Stand 26.01.2004

1928
Fertigstellung des Schiffes auf der Werft von Carl Engelbrecht, Berlin-Köpenick
als 30er Seefahrtkreuzer Konstrukteur Harry Wustrau
Eigentümer: _____, ____
Club: _____, ___
Taufe des Schiffes auf den Namen _____

1952.:
Frau Nissen, Wedel, verkauft das Schiff
Neuer Eigner: Herr Wriede, Wedel/Holstein (u.U. erst 1953)
Club: u.U. (anfänglich) SV Brunsbüttel
Taufe des Schiffes auf den neuen Namen HUMOR
gebrauchter Mast, neue Takelage, gebrauchte Mako-Segel (alles durch und bei
„Bootswerft Jonny Wegener“; heute: Deichstrasse 23-27, Wedel)

1961
Herr Wriede, Wedel, verkauft sein Schiff für 8.500 DM
Neuer Eigner: Herr Otto (Axel) Klabunde, Kiel
Club: Danzig Zoppoter Yacht Club „Godewind“, Kiel
06.05.: Überführung des Schiffes von Wedel nach Kiel durch den N-O-Kanal
10.06.: Taufe des Schiffes auf den neuen Namen MAIKA
11.06.: 1. Törn nach Dänemark: Söby, Ärösköbing, Svenborg

1962
Beginn der Restaurierung von: Abriss von Kajüte, Deck und Plicht und deren Neubau (Kajüte jetzt höher, Deck mit Leinen überzogen, Plicht jetzt geschlossen (oder 1962)

1963
Neue Segel aus Dacron
20.08.: Die MAIKA wird von Herrn Horst Reibisch als 6 KR-Yacht vermessen
(Segel-Nr. 170, Messbrief-Nr. 8532)

1964
Herr Otto Klabunde absolviert erfolgreich den B-Schein
Die MAIKA belegt bei der Regatta den 2. Platz in der 1. Klasse (6,5 KR)

1965
Letzte Segeltörns im Sommer
Herr Otto Klabunde übergibt das Schiff an den zukünftigen Schwiegersohn der
Ehefrau (Frau Ruth Marquardt, Berlin) seines verstorbenen Freundes ohne
jeglichen Zahlungsausgleich.
Neuer Eigner: Herr Joachim Pichler, Berlin (Name des Schiffes bleibt!)
Club: Potsdamer Yacht Club e.V., Berlin
Überführung des Schiffes nach Lübeck und es wird dort in die Obhut von zwei jungen Männern gegeben, die dafür auch damit segeln durften

1966
Der Mast der MAIKA bricht im Herbst

1967
im Juni die MAIKA liegt beim Segelverein Trave e.V., Lübeck, unter der Herrenbrücke
mit dem Vorschiff im Schilf halb unter im flachen Wasser, nachdem die Kühlwasserleitung vor dem Winter nicht geschlossen worden war.
Überführung des Schiffes auf einem Binnenfrachter als Decksladung von
Lübeck durch die DDR nach Berlin
Beginn der Restaurierung: Auswechseln einer Planke im Kielbereich,
Reparatur des gebrochenen Mastes

1968
Segeln in der Saison unter dem Eigner Herrn Joachim Pichler
Herr Joachim Pichler, Berlin, verkauft sein Schiff.
Neuer Eigner: Herr Karl E. Mackensen, Berlin, Clay-Allee
Club: VSaW
Taufe des Schiffes auf den neuen Namen CHRISTIANA

1970
Herr Karl. E. Mackensen verkauft sein Schiff.
Neuer Eigner: Herr Klaus Seidel, Berlin
Club: Postclub Siemenswerder
Taufe des Schiffes auf den neuen Namen RÉTIF (Die Störrische)

1971:
Ein neuer Spruce Mast wurde hergestellt,
da der alte nur schlecht repariert worden war.

1972
Beginn der Restaurierung von: Überziehen des Rumpfes mit GFK (wegen zu
langer Quellzeiten des Eichenholzes)


1999
Herr Klaus Seidel, Berlin, verkauft sein Schiff.
Neuer Eigner: Herr Wolfgang Weiss, Bornheim (Name des Schiffes bleibt)
FKY

2000
Segelausflüge auf dem Wannsee

2001
Überführung auf eigenem Kiel nach Monheim
Beginn der Restaurierung von: Unterwasserschiff, Heck, Deck, Ruderblatt,
.
2002
Die umfangreichen Restaurierungsmaßnahmen werden fortgesetzt u. eine
Diesel Maschine Faryman A40 10 PS gekauft

2003
Beginn der Restaurierung von: Deck, Innenausbau

2004
17.01: Auf der boot 2004 steht am Stand des FKY ein Schiff, das der MAIKA sehr
ähnlich sieht.
20.01.: Es steht endgültig fest, dass die Yacht auf der boot 2004 die ehemalige MAIKA ist.

2005
Maikas Restaurierung nähert sich dem Ende und wird auf Wunsch der Messeleitung der BOOT auf dem Stand der DMW noch mal dort ausgestellt











































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